Dienstag, 22. September 2009

Hausarbeitsablenkungsstrategien

Hallo allerseits

ja, mich gibts auch noch wieder. Und da ich eigentlich meine Hausarbeit über Boris Ejchenbaums Aufsatz "Probleme der Filmstilistik" schreiben sollte, bin ich natürlich total in Blogstimmung.

Das Einhorn macht, wie mittlerweile alle wissen, doch nicht zu.
Was verdammt gut ist. Ich meine, sonst hätte ich plötzlich abartig viel Zeit, verdammt viel Geld und würde weniger saufen. Das geht doch nicht. Außerdem würden dann die ganzen Irren, die dort rumhängen, auf die Menschheit losgelassen.

Mehr demnächst

Freitag, 5. Juni 2009

I'm back!

Ich bin wieder da!

Nachdem ich Ewigkeiten mit anderen Dingen beschäftigt war, wie zum Beispiel Biertrinken und der Anhäufung von seltsamen Informationen, habe ich mich nun doch entschieden, weiterzubloggen. Und darum gibt es jetzt erstmal die nächsten Friday Five... (jaja, ich weiss, dass schon Samstag ist)

Fünf Dinge, die ich in Hamburg gelernt habe

1. Wie man Tequila trinkt. Ernsthaft, ich bin 19 geworden, ohne das zu wissen. Jetzt dürft ihr mich auslachen.
2. Wie man eine Waschmaschine bedient. Ja, ich musste das zuhause nicht machen. Ich gebe es zu.
3. Dass Dinge nicht so sind, wie sie scheinen und Menschen gleich dreimal nicht. Bevor ich nach Hamburg gezogen bin, waren alle Leute, die politisch der CDU oder FDP nahestanden, für mich bösartige Hinterwäldler, die meinereiner mit Fackeln und Mistgabeln verfolgen. Und fast alle Leute ausserhalb der Gothicszene waren hirnlose Schafe, die dem Mainstream verfallen waren. Mittlerweile habe ich in dieser Hinsicht differenziertere Meinungen.
4. Dass Männer auch nur Menschen sind, mit denen man sich völlig normal unterhalten kann. Ernsthaft, mein Kontakt zu heterosexuellen Vertretern der anderen Geschlechts beschränkte sich auf ein Minimum, bevor ich hierher gezogen bin. Mittlerweile komme ich mit Männern besser klar als mit Frauen (Ausnahmen bestätigen die Regel)
5. Jetzt muss ich leider rumsülzen, aber: Ich habe gelernt, wie wunderschön das Leben sein kann. Ich habe gelernt, in was für einer riesengroßen, chaotischen, vielfältigen und alles in allem wunderbaren Welt ich leben kann. Ich habe gelernt, dass nicht alles so ist wie in der Provinz. Dass die Leute nicht überall so engstirnig sind. Dass man nicht überall als unnatürlich bezeichnet wird, wenn man keine Kinder will. Dass es nicht normal ist, dass man auf der Straße angepöbelt wird, nur weil man anders aussieht oder es wagt, mit einem Schwulen befreundet zu sein. Dass die meisten Menschen sich nicht um Oberflächlichkeiten scheren, solange man nett ist (und die, die es tun, sind es nicht wert). Dass es unendliche Massen an Menschen gibt, die alle verschieden sind und man kann sich diejenigen raussuchen, die man am Liebsten mag und bei ihnen sein Zuhause finden, und um die anderen muss man sich nicht kümmern. Dass es Menschen gibt, die einen nicht verurteilen, sondern schätzen, wenn man es wagt, außerhalb eines vorgegebenen Rahmens zu denken und zu handeln. Dass an mir nichts falsch ist, sondern dass ich einfach nicht in die Provinz gepasst habe. Dass man von den unterschiedlichsten Menschen unterschiedliches lernen kann. Und dass es noch schöner ist, das Leben zu erleben, als darüber zu lesen.
Danke, Hamburg, dass du mich gelehrt hast, zu leben.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Ich habe Mordgelüste...

...gegenüber einer Friseuse.

Am Donnerstag entschied ich mich, mir die Haare etwas kürzen zu lassen (genauer gesagt auf Schulterlänge) da die Spitzen so hemmungslos kaputt waren, dass schon diverse Bürsten und Kämme in meiner Haarpracht qualvoll verendet sind.
Ich saß also auf dem Stuhl, während die solariumgebräunte blondierte Friseuse an meinen Haaren herumschnippelte. Leider stellte es sich heraus, dass dieses Individuum sämtliche Klischees erfüllte, die man so über solariumgebräunte, blondierte Friseusen hat. Zwischen uns beiden spielte sich nämlich folgende Konversation ab:

Sie: Sie haben ein sehr hübsches Gesicht.
Ich: Ähm... danke.
Sie: Sie könnten richtig gut aussehen! Zupfen sie sich mal die Augenbrauen und kaufen Sie sich Kontaktlinsen!
Ich: Ich vertrage keine Kontaktlinsen.
Sie: Ach. Und Schminke vertragen Sie auch nicht oder was?

WTF? Also kann ich nur tageslichttauglich sein, wenn ich mir ein paar völlig unaufdringliche natürlich gewachsene Haare schmerzhaft rausreiße, mir Plastikstücke ins Auge stopfe und mir tonnenweise Chemikalien in die Fresse schmiere? Fick dich, liebe Friseuse. Ich habe dich bezahlt, um mir die Haare zu schneiden, nicht, um mich zur Homecoming Queen zu machen.

Das hätte ich ihr gerne gesagt. Habe ich aber nicht, weil meine gute Erziehung (manche würden es auch Feigheit nennen) mich dran gehindert hat. Außerdem war es mir zu gefährlich, jemanden zu beleidigen, während ich halbblind (weil ohne Brille) dasitze und die betreffende Person mit einer Schere an meinem Kopf rumfuhrwerkt.

Dienstag, 2. Dezember 2008

The Friday Five- Mein Wunschzettel

Zuallererstmal: ich liebe Listen. Ich mache mir wegen jedem Scheiß Listen. Wenn in meinem Privatleben ein Problem auftaucht, schreibe ich ausführliche Pro-und-Kontra-Listen, um zu analysieren, was ich idealerweise machen sollte. (Hinterher tue ich dann trotzdem was ganz anderes, einfach, weil es sich spontan richtig anfühlt, von daher könnte ich das eigentlich lassen. Aber irgendwie macht es Spaß.) Ich erstelle, seit ich ungefähr zwölf bin, in regelmäßigen Abständen Listen darüber, was für Eigenschaften der perfekte Mann haben sollte. (Was ebenfalls Blödsinn ist, da ich mich am Ende doch in jemanden verliebe, auf den nicht alle Punkte zutreffen. Aber zumindest kann ich anhand dieser Listen meine Persönlichkeitsentwicklung innerhalb der letzten 9 Jahre verfolgen.)

Jetzt werde ich in dieses Blog ein neue Kategorie einführen- die Friday Five. Jeden Freitag werde ich eine Liste machen. Mit fünf Punkten. Und passend zur Jahreszeit fang ich mit meinem Weihnachtswunschzettel an.

Also, lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir:

1. Irgendeinen reichen entfernten Verwandten, der im Alter von 101 Jahren abnippelt und mir so ein, zwei Milliarden hinterlässt, obwohl er mich nie gekannt hat.
2. Den Stoffwechsel von Ari, weil die ungefähr 67639 Tafeln Schokolade am Tag essen kann und trotzdem aussieht wie ein Strich in der Landschaft.
3. Eine Nonne. Anscheinend kann man eine Nonne adoptieren und ihr regelmäßig Geld zukommen lassen, damit sie für einen betet. Und echt jetzt, ich bin zwar bekennende Agnostikerin, aber aus unerfindlichen Gründen fand ich Nonnen immer schon cool. Hat vielleicht was mit meiner Großtante Bella zu tun, die als Nonne sehr glücklich zu sein schien und 95 Jahre alt geworden ist.
4. Johnny Depp. Ich wünsch mir seit JAHREN jedes Jahr Johnny Depp, vielleicht klappt es ja dieses mal.
5. Den Weltfrieden. Will ja nicht so aussehen, als ob ich ne Totalegoistin bin und mir nur Zeugs für mich selbst wünsche.

Sonntag, 30. November 2008

Neues von Vicky

Ja, mich gibt es immer noch. Und gestern hatte ich einen der geilsten Tage seit langem. (Den Rest der Zeit sitze ich allerdings hauptsächlich einsam und allein auf meiner Ikeacouch und versuche, mir russische Vokabeln ins Hirn zu stopfen). Freut euch in den nächsten Tagen auf Posts zu folgenden Themen:

-meiner Bewerbung für einen nichtjugendfreien Nebenjob, und meinen Probearbeitstag, an dem ich sehr viel interessante Dinge lernte, die ich noch nie wissen wollte. (Nein, ich habe mich nicht als Lieferantin käuflicher Zuneigung beworben. Echt jetzt.)
-ein Konzert, bei dem die Musiker das Publikum mit Toastbrot bewarfen, welches mit Centstücken zurückschmiss
-eine Theaterkritik (ICH BIN JA SO INTELLEKTUELL WOWOWOW)
-eine WG-Party, bei der ich die Anwesenden begrüßte mit: "Hallo, ich bin Vicky. Und ich fände es ganz toll, wenn ihr die nächste Viertelstunde nicht ins Bad geht, weil ich da duschen werde."

PS: Gestern war ich Schlittschuhlaufen. Es war TOLL. Und obwohl ich seit 5 Jahren nicht mehr auf dem Eis gewesen bin, habe ich mich nur einmal auf die Fresse gepackt (und das war absichtlich, ehrlich! Ich hätte sonst eine Fünfjährige umgenietet, und weil ich nicht mehr bremsen konnte, habe ich mich hinfallen lassen).
PPS: Ich bin verwirrt, kann mich aber an dieser Stelle nicht darüber auslassen. Dieses Blog ist zu öffentlich.

Dienstag, 25. November 2008

Das Taxi of DOOOOM

Jetzt werde ich die im letzten Post angekündigte kranke Taxigeschichte erzählen.

Letzten Donnerstag stand ich nach einem viel zu langen Einhornabend so gegen 2 Uhr 40 am Jungfernstieg und stellte fest, dass der nächste Bus erst in 25 Minuten fuhr. Da ich am nächsten Tag einen wichtigen Termin hatte, entschied ich mich, ein Taxi zu nehmen. Wie auf Kommando hielt plötzlich eins an der nächsten Ampel an, ein Arm wurde aus dem Fenster gestreckt und winkte mich heran. Der ungefähr 40jährige Businesstyp auf dem Rücksitz, der zu dem Arm gehörte, bot mir an, wir könnten uns die Kosten doch teilen. Da mir nix besseres einfiel, verfrachtete ich meinen Arsch in das Taxi und wir fuhren los.

Auf dem Weg erzählte mir der Typ, er sei auf Geschäftsreise hier und eigentlich Geschäftsführer eines Radiosenders in Ostdeutschland. Er ließ sich zu einem der besseren Hotels in Hamburg fahren, stieg aus, und FRAGTE MICH, OB WIR NICHT NOCH GEMEINSAM "DIE HOTELBAR TESTEN" WOLLEN.

Da mir auf die Schnelle keine bessere Ausrede einfiel, behauptete ich, bei Lidl an der Kasse zu arbeiten und morgens um 7 rauszumüssen, woraufhin der Typ ausstieg und ich mich heimfahren ließ.

WTF??????????????????????????????????

Seh ich so verzweifelt aus, dass ich Lust auf einen One-Night-Stand mit einem zugegebenermaßen durchaus vermögend aussehenden Urgreis von Medienmanager haben könnte, der mein Vater sein könnte? Alter, so wichtig ist mir meine Medienkarriere jetzt auch nicht.

Da der Typ mir seinen Vornamen und den Sender, bei dem er arbeitet genannt hatte, veranstaltete ich am nächsten Tag diverse Internetrecherchen. Ich hatte damit gerechnet, dass er mich verarschte hatte und insgeheim wahrscheinlich ein Zuhälter oder der Anführer einer kriminellen Vereinigung ist, aber er scheint wirklich Geschäftsführer des besagten Radiosenders zu sein. Und er ist wirklich 40.

PS: Auf dem weiteren Weg kam uns noch ein geisterfahrendes Polizeiauto entgegen. Diese Stadt besteht echt nur aus Irren.

Montag, 24. November 2008

HURRA!!!!!!!!!

Mein Laptop geht wieder- an dieser Stelle danke ich Christopher P., der ihn repariert und mir damit meine Existenzgrundlage zurückgegeben hat. Demnächst werde ich an dieser Stelle über meine donnerstägliche Taxifahrt berichten, die mal wieder bewiesen hat, dass in dieser Stadt alle Gestörten aus ihren Löchern kriechen, sobald es dunkel ist. Jetzt bin ich dafür zu müde und zu voll.